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VRR fördert 22 umweltfreundliche Hybridbusse

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) fördert mit einer Summe von rund 10,5 Millionen Euro den Kauf von insgesamt 22 neuen Hybridbussen. Diese Entscheidung haben die Gremien des VRR getroffen. Die Fahrzeuge werden zu 85 Prozent über zwei Jahre hinweg gefördert. Insgesamt 12 kommunale und private Verkehrsunternehmen bestellen nun 18 Gelenk- und vier Solobusse, die mit der neuen und umweltschonenden Technologie ausgestattet sind. Ziel ist die Förderung innovativer Technologien und eine nachhaltige Qualitätsverbesserung der Busflotte im Verbundraum. Der Einsatz von Hybridbussen in diesem Umfang in einem Verbundraum ist bisher einmalig. Der VRR und seine Unternehmen nehmen dadurch eine Vorreiterrolle bei der Erprobung und Realisierung zukunftsweisender Technologien ein. Durch die Hybridtechnologie können Lärm und Schadstoffemissionen deutlich reduziert werden - insbesondere stark belastete Innenstadtgebiete in den Umweltzonen werden so wirksam entlastet. Der VRR unterstützt damit die Absicht der Landesregierung Modellregion Elektromobilität zu werden.

"Gemeinsam mit den beteiligten lokalen Verkehrsunternehmen werden wir nach dieser Entscheidung nun zügig die Ausschreibungen durchführen. Somit kann die Beschaffung der neuen Busse bereits Mitte nächsten Jahres erfolgen", freut sich VRR-Vorstand Martin Husmann. Die Busse werden im Linienverkehr, vorrangig in den Umweltzonen eingesetzt. Es ist vorgesehen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Hybridtechnologien anzuschaffen und die Maßnahme - außerhalb der Förderung - wissenschaftlich zu begleiten. Hintergrund dazu ist: Es sollen unter anderem die Unterschiede im Kraftstoffverbrauch und in den betrieblichen Einsatzmöglichkeiten untersucht werden. "Die gewonnen Erkenntnisse dienen als Impulse an die Industrie für zukünftige Optimierungen", weiß Martin Husmann. "Wir freuen uns über die Bereitschaft der Bushersteller, die Realisierung dieses ehrgeizigen Projektes aktiv zu unterstützen. Wichtiger ist jedoch welche Erfahrungen die Verkehrsunternehmen vor Ort mit den neuen Technologien gewinnen. Es wird sich zeigen, welche Fahrzeuge am Besten geeignet sind, um im "hügligeren" Gelände zu fahren oder welche die Sparsamsten sind bei einer dichten Folge von Haltestellen", so Husmann abschließend.

Hintergründe zur Hybridtechnologie

Dahinter verbirgt sich immer eine Kombination von herkömmlichem Dieselantrieb und Elelektromotoren. Die beim Bremsen entstehende Energie wird gespeichert und zum Antrieb der Elektromotoren genutzt. Das Zusammenwirken dieser Antriebe und die Energiespeicherung werden auf unterschiedliche Weise realisiert, dabei ist das Energiemanagementsystem von entscheidender Bedeutung. Insgesamt wird eine Kraftstoffeinsparungen von 20 Prozent und mehr fokussiert. Durch solche besonderen Antriebe wird die Umwelt bei der Feinstaubbelastung um bis zu 90 Prozent, bei der CO2-Belastung um bis zu 30 Prozent und bei den Stickoxiden um bis zu 39 Prozent entlastet.

 
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